Wie viel besitzt ein typischer Haushalt in Österreich? Der Median liegt bei rund 125.000 Euro, der Durchschnitt aber bei 336.000 Euro, und das reichste Prozent hält fast 40 Prozent des gesamten Vermögens. Österreich gehört damit zu den am stärksten konzentrierten Volkswirtschaften der Eurozone.
Kurz zusammengefasst
Das Medianvermögen eines Haushalts in Österreich liegt 2023 bei rund 125.000 Euro, der Durchschnitt aber bei 336.000 Euro. Das reichste Prozent hält fast 40 Prozent des gesamten Vermögens. Damit gehört Österreich zu den am stärksten konzentrierten Volkswirtschaften der Eurozone. Immobilien machen den größten Teil des Vermögens aus.
Diese Seite bündelt die wichtigsten Statistiken zu Vermögen, Vermögensverteilung und Erbschaften in Österreich: nach Perzentilen, nach Anlageform, nach Wohnsituation. Jede Zahl ist mit einer Quelle verlinkt, die Sie am Ende der Seite finden. Stand: Mai 2026.
- Median und Mittelwert: das typische Vermögen in Österreich
- Vermögen nach Perzentilen: wo die Schwellen liegen
- Ungleichheit: Österreich an der Spitze der Eurozone
- Zusammensetzung des Vermögens: Immobilien dominieren
- Wohneigentum und Miete: niedrige Eigentumsquote
- Schulden der Haushalte: wenige, aber hohe Kredite
- Erbschaften prägen das Vermögen immer stärker
- Erbvolumen der kommenden Jahrzehnte
- Wer erbt wie viel: die Verteilung der Erbschaften
- Sparverhalten als zweite Quelle von Vermögen
- Was unabhängige Quellen zeigen
- Quellenverzeichnis
Median und Mittelwert: das typische Vermögen in Österreich
Das durchschnittliche Vermögen sagt in Österreich wenig über den typischen Haushalt aus, weil einige sehr reiche Haushalte den Mittelwert nach oben ziehen. Aussagekräftiger ist der Median, also der Wert genau in der Mitte der Verteilung.
1. Medianvermögen liegt 2023 bei rund 125.000 Euro
Laut der jüngsten Erhebung der Oesterreichischen Nationalbank (HFCS 2023) verfügt der mittlere österreichische Haushalt über ein Nettovermögen von etwa 125.000 Euro. 2021 lag dieser Wert noch bei rund 128.000 Euro.1
2. Durchschnittsvermögen mit 336.000 Euro fast dreimal so hoch
Das mittlere Nettovermögen (Mittelwert) der Haushalte erreichte 2023 rund 336.000 Euro, nach etwa 293.000 Euro im Jahr 2021. Dass der Mittelwert fast dreimal so hoch ist wie der Median, zeigt, wie stark das Vermögen an der Spitze konzentriert ist.2
3. Über ein Viertel der Haushalte unter 20.000 Euro
Bei mehr als einem Viertel der Haushalte bleibt das Nettovermögen unter 20.000 Euro (25. Perzentil), und rund 40 Prozent kommen auf weniger als etwa 50.000 Euro. Erst in der oberen Hälfte der Verteilung steigt das Vermögen steil an.3
Vermögen nach Perzentilen: wo die Schwellen liegen
Wer zum reichsten Zehntel oder reichsten Zwanzigstel gehören will, braucht in Österreich ein Vielfaches des Medians. Die Schwellen sind in den letzten Jahren spürbar gestiegen.
4. Top 10 Prozent ab rund 795.000 Euro Nettovermögen
Die reichsten 10 Prozent der Haushalte halten 2023 ein Nettovermögen von mehr als 795.000 Euro, gegenüber rund 700.000 Euro im Jahr 2021. Diese Schwelle markiert den Eintritt in das oberste Zehntel der Vermögensverteilung.4
5. Top 5 Prozent verfügen über mehr als 1,2 Millionen Euro
Ein Nettovermögen von mehr als 1,2 Millionen Euro findet sich 2023 nur noch in den obersten 5 Prozent der Haushalte. 2021 lag diese Millionenschwelle der reichsten 5 Prozent noch bei rund 1 Million Euro.5
6. Nur 3,6 Prozent ohne oder mit negativem Vermögen
Im Jahr 2021 hatten 3,6 Prozent der Haushalte ein negatives Nettovermögen (3,3 Prozent) oder gar kein Vermögen (0,03 Prozent). Die Schulden übersteigen bei diesen Haushalten also den Wert aller Vermögenswerte.6
Ungleichheit: Österreich an der Spitze der Eurozone
Das Vermögen ist in Österreich deutlich ungleicher verteilt als das Einkommen. Im internationalen Vergleich gehört das Land zu den am stärksten konzentrierten Volkswirtschaften der Eurozone.
7. Reichste 10 Prozent halten gut die Hälfte des Vermögens
Die obersten 10 Prozent der Haushalte besitzen 2023 etwa 51 Prozent des gesamten Nettovermögens. Die untere Hälfte der Bevölkerung kommt zusammen nur auf rund 4 Prozent.7
8. Gini-Koeffizient des Nettovermögens bei 0,70
Der Gini-Koeffizient des Nettovermögens lag 2023 bei rund 0,70 (0,69 im Jahr 2021), wobei 0 völlige Gleichverteilung und 1 maximale Konzentration bedeutet. Beim Einkommen fällt dieser Wert deutlich niedriger aus.8
9. Reichstes Prozent besitzt rund 40 Prozent
Auf Basis der Distributional Wealth Accounts der Europäischen Zentralbank entfällt auf das reichste Prozent der Bevölkerung ein Anteil von fast 40 Prozent am Gesamtvermögen. Im Euroraum liegt dieser Wert bei etwa 28 Prozent.9
10. 2023 nur in Lettland stärkere Konzentration
Laut den Distributional Wealth Accounts der EZB war das Nettovermögen 2023 in keinem Land der Eurozone stärker konzentriert als in Österreich, abgesehen von Lettland. Die obersten 5 Prozent besitzen demnach rund 53 Prozent des gesamten Vermögens.10
Zusammensetzung des Vermögens: Immobilien dominieren
Das Vermögen der Österreicher steckt vor allem in Immobilien, allen voran im selbst genutzten Eigenheim. Finanzvermögen und Betriebsvermögen spielen eine kleinere Rolle, sind aber an der Spitze stark vertreten.
11. Median des Sachvermögens bei rund 100.000 Euro
Über alle Haushalte hinweg liegt der Median des Sachvermögens (vor allem Immobilien) bei etwa 100.000 Euro, der Mittelwert dagegen bei rund 310.000 Euro. Das Eigenheim ist für die meisten Eigentümer der mit Abstand wichtigste Vermögenswert.11
12. Median des Finanzvermögens nur etwa 17.000 Euro
Der Median des Finanzvermögens (Sparbücher, Konten, Wertpapiere) beträgt 2023 lediglich rund 17.000 Euro, der Mittelwert mit etwa 43.000 Euro mehr als doppelt so viel. Große Finanzvermögen konzentrieren sich am oberen Ende der Verteilung.12
13. Mittlerer Wert des Hauptwohnsitzes über 300.000 Euro
Bei Eigentümern liegt der Medianwert des Hauptwohnsitzes 2023 bei rund 317.600 Euro, der Mittelwert bei etwa 437.000 Euro. Wohneigentum ist damit der volumenmäßig bedeutendste Posten in den Bilanzen der Haushalte.13
14. Nur 5,4 Prozent halten Betriebsvermögen, aber hohe Werte
Lediglich rund 5,4 Prozent der Haushalte besitzen ein Unternehmensvermögen mit aktiver Beteiligung (inklusive landwirtschaftlicher Betriebe). Dort liegt der Median bei etwa 78.000 Euro, der Mittelwert aber bei rund 579.000 Euro, was die Konzentration an der Spitze zeigt.14
15. Geldvermögen der Haushalte erreicht 896 Milliarden Euro
Das gesamte Geldvermögen der österreichischen Haushalte belief sich 2024 auf 896 Milliarden Euro. Den größten Anteil machen Einlagen mit rund 202,9 Milliarden Euro aus, gefolgt von verzinslichen Wertpapieren mit etwa 201 Milliarden Euro.15
Wohneigentum und Miete: niedrige Eigentumsquote
Österreich hat im europäischen Vergleich eine niedrige Wohneigentumsquote, besonders in Wien. Mieten ist vor allem in der unteren Vermögenshälfte die Regel.
16. Rund die Hälfte der Haushalte lebt im Eigentum
Etwa die Hälfte der österreichischen Haushalte bewohnt ihr Eigentum (Haus oder Wohnung), 44 Prozent leben in Haupt- oder Untermiete. Die übrigen 8 Prozent entfallen auf mietfreie sowie Dienst- und Naturalwohnverhältnisse.16
17. In Wien leben 78 Prozent zur Miete
In Wien ist die Mietquote besonders hoch: 78 Prozent der Privathaushalte leben zur Miete (inklusive Untermiete). In den übrigen Bundesländern variiert die Mietquote zwischen 22 Prozent im Burgenland und 40 Prozent in Salzburg.17
18. 48,2 Prozent besitzen ihren Hauptwohnsitz
Laut HFCS 2023 besitzen rund 48,2 Prozent der Haushalte ihren Hauptwohnsitz zumindest teilweise. Innerhalb des Euroraums hat nur Deutschland einen höheren Anteil an Mieterinnen und Mietern.18
19. Durchschnittliche Hauptmiete bei 653,6 Euro im Monat
Im Jahr 2024 mussten für eine Hauptmietwohnung im Durchschnitt monatlich rund 653,6 Euro inklusive Betriebskosten gezahlt werden. Das entspricht etwa 9,8 Euro pro Quadratmeter, davon 7,4 Euro Nettomiete und 2,5 Euro Betriebskosten.19
Schulden der Haushalte: wenige, aber hohe Kredite
Österreichs Haushalte sind im Vergleich wenig verschuldet. Wenn Schulden bestehen, handelt es sich meist um Immobilienkredite in der oberen Vermögenshälfte.
20. Nur rund 30 Prozent der Haushalte haben Schulden
In Österreich halten vergleichsweise wenige Haushalte überhaupt Schulden (rund 30 Prozent). Der mediane Schuldenstand über alle Haushalte beträgt null, der Mittelwert liegt bei etwa 17.000 Euro.20
21. Immobilienkredite machen rund 90 Prozent des Schuldenvolumens aus
Besicherte Immobilienkredite stehen für fast 90 Prozent des gesamten Schuldenvolumens der Haushalte. Sie konzentrieren sich bei einkommens- und vermögensstärkeren Haushalten, während kleinere Konsumkredite eher in der unteren Hälfte vorkommen.21
22. Median des besicherten Kredits bei rund 51.000 Euro
Rund 12,8 Prozent der Haushalte haben einen Kredit, der durch den Hauptwohnsitz besichert ist. Der Median dieser Kredite liegt bei etwa 51.000 Euro, der Mittelwert bei rund 93.000 Euro, je nach ursprünglicher Kredithöhe und Tilgungsstand.22
Erbschaften prägen das Vermögen immer stärker
Erbschaften und Schenkungen werden zu einem entscheidenden Weg zu Vermögen und Wohneigentum. Wer erbt, steigt in der Vermögensverteilung deutlich auf.
23. 41 Prozent der Haushalte haben schon geerbt
Fast 41 Prozent der Haushalte geben 2023 an, bereits eine Erbschaft oder Schenkung erhalten zu haben. 2010 lag dieser Anteil noch bei 35 Prozent, der Stellenwert von Erbschaften nimmt also zu.23
24. Durchschnittlicher Transfer rund 315.000 Euro
Bei den Haushalten, die geerbt oder etwas geschenkt bekommen haben, beträgt der durchschnittliche Transfer (inflationsbereinigt) rund 315.000 Euro. Das ist fast das Vierfache des Medianvermögens und zeigt, wie stark geerbtes Vermögen konzentriert ist.24
25. Eine Erbschaft bringt im Schnitt 17 Perzentile Aufstieg
In Österreich bedeutet der Erhalt einer Erbschaft im Durchschnitt einen Aufstieg um 17 Perzentile in der Vermögensverteilung. Erben ist damit oft der entscheidende Schritt auf die Eigentumsleiter und in höhere Vermögensschichten.25
26. Erben sind in jedem Alter häufiger Eigentümer
In jeder Altersgruppe besitzen Erbinnen und Erben deutlich häufiger ihren Hauptwohnsitz als Haushalte ohne Erbschaft, am stärksten zwischen 35 und 60 Jahren. Da ein Eigenheim hohes Startkapital für die Anzahlung erfordert, liefert geerbtes Vermögen oft den entscheidenden Anstoß.26
Erbvolumen der kommenden Jahrzehnte
Mit dem Versterben der geburtenstarken Jahrgänge wächst das jährlich vererbte Vermögen kräftig. Die Verteilung dieser Erbschaften bleibt dabei stark zugunsten der Vermögenden verzerrt.
27. Jährliches Erbvolumen verdoppelt sich auf 40,8 Milliarden Euro
Das jährlich vererbte Vermögen in Österreich steigt laut Modellschätzung von rund 21,5 Milliarden Euro im Jahr 2025 auf etwa 40,8 Milliarden Euro im Jahr 2050. Es verdoppelt sich damit innerhalb von 25 Jahren beinahe.27
28. Rund 600 Milliarden Euro in 30 Jahren
In den kommenden 30 Jahren werden in Österreich knapp 600 Milliarden Euro vererbt. Das entspricht jährlich etwa 15 Milliarden Euro, die steuerfrei übertragen werden, da es seit 2008 keine Erbschaftssteuer mehr gibt.28
29. Mittlere Erbschaft steigt von 20.000 auf 33.000 Euro
Die mittlere Erbschaft (Median) liegt 2025 bei rund 20.000 Euro und steigt bis 2050 auf etwa 33.000 Euro. Der Durchschnittswert ist mit gut 83.000 Euro deutlich höher, was die schiefe Verteilung der Erbschaften unterstreicht.29
30. Oberstes Prozent erbt im Schnitt 3,4 Millionen Euro
Im obersten Perzentil der Erbschaftsverteilung wird aktuell im Durchschnitt ein Vermögen von rund 3,4 Millionen Euro übertragen, bis 2050 steigt dieser Wert auf etwa 4,2 Millionen Euro. Erbschaften über einer Million Euro fließen weniger als einem Prozent der Bevölkerung zu.30
Wer erbt wie viel: die Verteilung der Erbschaften
Erbschaften sind in Österreich noch ungleicher verteilt als das Vermögen selbst. Der Großteil des Erbvolumens landet bei einer kleinen, ohnehin vermögenden Gruppe.
31. Reichstes Zehntel erbt fast die Hälfte
Fast 50 Prozent des gesamten Erbvolumens in Österreich gehen an das reichste Zehntel der Bevölkerung. Damit profitiert vor allem jene Gruppe vom Erben, die bereits über die höchsten Vermögen verfügt.31
32. Obere 20 Prozent erben knapp 70 Prozent
Die obersten 20 Prozent der Bevölkerung erben zusammen knapp 70 Prozent der gesamten Erbsumme in Österreich. Die Konzentration der Erbschaften ist damit noch ausgeprägter als die des bestehenden Vermögens.32
33. Untere 40 Prozent erben nur 2,3 Prozent
Die unteren vier Zehntel der Bevölkerung erben zusammen lediglich 2,3 Prozent der gesamten Erbsumme. Wer ohnehin wenig Vermögen hat, erbt also seltener und in deutlich geringeren Beträgen.33
Sparverhalten als zweite Quelle von Vermögen
Neben Erbschaften ist das Sparen aus dem laufenden Einkommen die zweite große Quelle des Vermögensaufbaus. Die Sparfähigkeit steigt jedoch stark mit dem Einkommen.
34. Sparquote steigt von unter 10 auf über 20 Prozent
Die Sparquote steigt in Österreich stetig mit dem Einkommen, von unter 10 Prozent in der unteren Hälfte auf über 20 Prozent an der Spitze der Einkommensverteilung. Der mediane monatliche Sparbetrag liegt bei rund 300 Euro.34
35. 83 Prozent der Haushalte haben ein Sparbuch
Sparkonten sind in Österreich mit Abstand die häufigste Sparform: Rund 83 Prozent der Haushalte besitzen mindestens ein Sparbuch oder Sparkonto. Der Median liegt dabei bei etwa 16.000 Euro, der Mittelwert bei rund 32.000 Euro.35
36. Nur 6 Prozent halten Aktien direkt
Riskantere Anlagen sind in Österreich wenig verbreitet: Nur rund 6 Prozent der Haushalte halten Aktien direkt, etwa 12,3 Prozent besitzen Investmentfonds und nur rund 2,5 Prozent Anleihen. Selbst in der oberen Hälfte bleibt der Anteil dieser Anlagen begrenzt.36
Was unabhängige Quellen zeigen
Über die Oesterreichische Nationalbank, Statistik Austria und das Momentum Institut hinaus bestätigen weitere Einrichtungen das Bild eines stark konzentrierten Vermögens in Österreich, oft mit ergänzenden Kennzahlen.
37. Mieterhaushalte halten in Österreich höchstens 11 Prozent des Vermögens
Laut dem OECD-Bericht zur Vermögensverteilung in den OECD-Ländern besitzen Mieterhaushalte in Österreich höchstens 11 Prozent des gesamten Vermögens, obwohl sie die Mehrheit der Haushalte stellen. Zugleich ist der Anteil des Vermögens, den die obersten 10 Prozent halten, in Österreich im Lauf des vergangenen Jahrzehnts um mehr als 10 Prozentpunkte gesunken.37
38. 61 Prozent der reichsten Haushalte haben schon geerbt
Eine vom Sozialministerium veröffentlichte OECD-Analyse zeigt, dass 61 Prozent der reichsten 20 Prozent der österreichischen Haushalte eine Erbschaft erhalten (OECD-Durchschnitt: 51 Prozent), während dies nur bei 14 Prozent der ärmsten 20 Prozent der Fall ist. Sie nennt zudem, dass die wohlhabendsten 10 Prozent der Haushalte 56 Prozent des Haushaltsvermögens besaßen.38
39. 46 Prozent der Bevölkerung lebt in Österreich zur Miete
Nach Daten von Eurostat lebten 2024 in Österreich 46 Prozent der Bevölkerung zur Miete, womit rund 54 Prozent im Eigentum wohnten. Damit liegt Österreich deutlich unter dem EU-Durchschnitt, in dem 68 Prozent der Bevölkerung im eigenen Heim leben.39
40. Mit Pensionsansprüchen sinkt der Gini-Koeffizient von 0,73 auf 0,53
Eine in Cambridge University Press veröffentlichte Studie zum erweiterten Vermögen in Österreich zeigt, dass der Gini-Koeffizient des reinen Nettovermögens bei 0,73 lag, bei Einbeziehung der gesetzlichen Pensionsansprüche aber auf 0,53 sinkt. Der Anteil des reichsten 1 Prozent fällt dabei von 23 Prozent auf 12,5 Prozent (Datenbasis HFCS 2016/2017).40
41. Das größte 1 Prozent der Verlassenschaften macht 39 Prozent des Nachlassvermögens aus
Eine Studie der Stadt Wien auf Basis von Verlassenschaftsakten aus den Jahren 2014 bis 2019 zeigt, dass das größte 1 Prozent der Verlassenschaften 39 Prozent des gesamten Nachlassvermögens ausmacht und im Schnitt rund 4.703.271 Euro umfasst. Der Median des Nachlassvermögens beträgt 0 Euro, und 32,88 Prozent der untersuchten Nachlasse waren überschuldet.41
42. Mehr als 80.000 Erbfälle pro Jahr in Österreich
Erbrecht heute berichtet, dass es in Österreich jährlich mehr als 80.000 Erbfälle gibt und österreichische Erbschaften nach Daten der Oesterreichischen Nationalbank im Durchschnitt bei rund 100.000 Euro liegen. Demnach haben rund 43 Prozent der Haushalte, die geerbt haben, die als Hauptwohnsitz dienende Immobilie geerbt.42
43. Das reichste 1 Prozent erbt im Schnitt 3,4 Millionen Euro
Das Medium Moment führt auf Basis des HFCS aus, dass das reichste 1 Prozent der Haushalte im Schnitt 3,4 Millionen Euro erbt, während die untere Hälfte zusammen nur 4 Prozent des gesamten Vermögens besitzt. Die reichsten 10 Prozent halten demnach 56 Prozent des Vermögens.43
44. Das reichste 1 Prozent besitzt im Schnitt rund 14 Millionen Euro
Das Medium Kontrast nennt unter Berufung auf eine Studie der Arbeiterkammer, dass das reichste 1 Prozent der Haushalte im Durchschnitt rund 14 Millionen Euro Nettovermögen besitzt und gemeinsam etwa 40 Prozent des Gesamtvermögens hält. Die ärmere Hälfte der Bevölkerung kommt demnach auf nur 2,5 Prozent.44
Wer Vermögen aufgebaut hat, sollte auch regeln, was damit geschehen soll. Ein Testament bestimmt, wer was erbt, und kann Streit und unnötige Kosten vermeiden. Wer einen geführten Einstieg sucht, kann unseren Testament-Generator nutzen oder sich in den Beiträgen Durchschnittliches Erbe in Österreich, Testament-Vorlage und Pflichtteil einlesen.
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Kuch, M. (2026). Durchschnittsvermögen in Österreich: Statistiken. Testamenteinfach. https://testamenteinfach.at/blog/durchschnittsvermoegen-oesterreich/
Kuch, Max. "Durchschnittsvermögen in Österreich: Statistiken" Testamenteinfach, 2026, testamenteinfach.at/blog/durchschnittsvermoegen-oesterreich/
Kuch, Max. "Durchschnittsvermögen in Österreich: Statistiken" Testamenteinfach, 2026. https://testamenteinfach.at/blog/durchschnittsvermoegen-oesterreich/
Häufig gestellte Fragen
Wie hoch ist das durchschnittliche Vermögen in Österreich?
Der Median liegt bei rund 125.000 Euro pro Haushalt, das Durchschnittsvermögen bei 336.000 Euro. Der große Abstand zeigt, wie ungleich das Vermögen verteilt ist: Wenige sehr reiche Haushalte heben den Mittelwert stark an.
Ab welchem Vermögen gilt man in Österreich als reich?
Die Schwelle zu den reichsten 5 Prozent liegt bei rund 1 Million Euro Nettovermögen pro Haushalt. Das reichste Prozent beginnt deutlich darüber und hält allein fast 40 Prozent des gesamten Vermögens in Österreich.
Quellenverzeichnis
- 1OeNB (oenb.at)
- 2OeNB (oenb.at)
- 3OeNB (oenb.at)
- 4OeNB (oenb.at)
- 5OeNB (oenb.at)
- 6OeNB (oenb.at)
- 7OeNB (oenb.at)
- 8OeNB (oenb.at)
- 9OeNB (oenb.at)
- 10AK Wien / JRC (journals.akwien.at)
- 11OeNB (oenb.at)
- 12OeNB (oenb.at)
- 13OeNB (oenb.at)
- 14OeNB (oenb.at)
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- 16Statistik Austria (statistik.at)
- 17Statistik Austria (statistik.at)
- 18OeNB (oenb.at)
- 19Statistik Austria (statistik.at)
- 20OeNB (oenb.at)
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- 22OeNB (oenb.at)
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- 25AK Wien / JRC (journals.akwien.at)
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- 27AK Wien / JRC (journals.akwien.at)
- 28Momentum Institut (momentum-institut.at)
- 29AK Wien / JRC (journals.akwien.at)
- 30AK Wien / JRC (journals.akwien.at)
- 31Momentum Institut (momentum-institut.at)
- 32Momentum Institut (momentum-institut.at)
- 33Momentum Institut (momentum-institut.at)
- 34OeNB (oenb.at)
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- 37OECD (oecd.org)
- 38Sozialministerium (sozialministerium.gv.at)
- 39Eurostat (ec.europa.eu)
- 40Cambridge University Press (cambridge.org)
- 41Stadt Wien (wien.gv.at)
- 42erbrecht-heute.de (erbrecht-heute.de)
- 43Moment (moment.at)
- 44Kontrast (kontrast.at)
Über den Autor
Max Kuch
Max Kuch beschäftigt sich seit Jahren mit Erbrecht, Nachlassplanung und Verbraucherthemen rund um das Vererben. Für Testamenteinfach sichtet und bündelt er die relevanten Daten der Oesterreichischen Nationalbank, von Statistik Austria und dem Momentum Institut und bereitet die Zahlen verständlich auf.